
Wer mit dem Auto durch Frankreich fährt, kennt das Problem: An der Mautstelle steht man plötzlich vor geschlossenen Schranken und weiß nicht genau, wie und wo man jetzt bezahlen soll. Das Free-Flow-System ohne Schranken ist seit 2024 auf mehreren Autobahnen Standard — und die 72-Stunden-Frist für die Online-Nachzahlung mit Kennzeichen ist leicht zu verpassen. Dieser Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, wie Autofahrer die Maut in Frankreich digital und ohne Stress bezahlen.
Zahlungsfrist Free-Flow: 72 Stunden · Betroffene Autobahnen: A13, A14, A79 · Online-Zahlung: Mit Kennzeichen · Box-Optionen: Bip&Go, ADAC Mautbox · Betreiber: Sanef, Aliae
Kurzüberblick
- Exakte Gebühren pro km variieren je nach Betreiber
- Genauer Zeitpunkt weiterer Free-Flow-Umstellungen teilweise unbestätigt
- A79 seit 2024 Free-Flow-Testbetrieb (ADAC)
- A14 seit September 2024 digitale Maut (Mein Frankreich)
- A69 Castres-Toulouse seit 2025 Free-Flow (ADAC)
- Weitere Autobahnen folgen zwischen 2025 und 2029 (ADAC)
- Französischer Staat erwartet jährlich 1,7 Millionen Stunden weniger Wartezeit (ADAC)
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Eckdaten zum Free-Flow-Mautsystem in Frankreich zusammen, basierend auf Meldungen von ADAC und ZDF Heute.
| Thema | Details |
|---|---|
| Einführung Free-Flow | Seit 2024 auf A79 (ADAC) |
| Zahlungsfrist | 72 Stunden (ZDF Heute) |
| Box-Anbieter | Bip&Go, Fulli |
| ADAC-Info | Online mit Kreditkarte möglich (ADAC) |
„Wer die Maut nicht innerhalb von 72 Stunden nach der Durchfahrt bezahlt, muss mit empfindlichen Strafgebühren rechnen.” — ZDF Heute
Wie kann ich die Maut in Frankreich digital bezahlen?
Die digitale Mautzahlung in Frankreich läuft je nach Strecke über verschiedene Portale. Wer ohne Mautbox unterwegs ist, hat grundsätzlich drei Wege: Die Nachzahlung mit Kennzeichen auf der Betreiber-Website, die Barzahlung an Automaten entlang der Strecke oder die Nutzung einer elektronischen Mautbox für automatische Abbuchung.
Ohne Mautbox per Kennzeichen
Für die Autobahn A79 ist der Betreiber ALIAE zuständig. Das Portal zur Online-Nachzahlung ist über paiement.aliae.com erreichbar. Für die A13 und A14 ist wiederum SANEF der Ansprechpartner. Die Eingabe des Kennzeichens und der Fahrzeugkategorie reicht aus, um die fällige Maut zu berechnen und per Kreditkarte zu begleichen.
Bei der Kennzeichen-Zahlung muss die Maut innerhalb von 72 Stunden nach der Durchfahrt beglichen werden — ansonsten drohen Strafgebühren von bis zu 375 Euro.
Mit Kreditkarte online
Die gängigsten Kreditkarten werden von allen Betreiber-Portalen akzeptiert. Es ist allerdings ratsam, die Karte vorab für internationale Online-Zahlungen freizuschalten — manche Banken blockieren aus Sicherheitsgründen Transaktionen im Ausland. Die Zahlungsbestätigung kommt je nach Betreiber per E-Mail oder kann im Portal eingesehen werden.
Über Betreiber-Websites
Neben den direkten Portalen gibt es auch Dienstleister wie Fulli, bei denen Nutzer ihr Kennzeichen und ihre Kontodaten vorab hinterlegen können. Das System erkennt dann automatisch die Durchfahrt und bucht die Maut ab — ein Ansatz, der besonders für Vielfahrer interessant sein dürfte.
„Es ist bei den meisten Autobahnbetreibern möglich, die Mautgebühren bis zu sieben Tage im Voraus zu begleichen.” — Mein Frankreich
Wie funktioniert das neue Mautsystem in Frankreich?
Frankreich hat begonnen, traditionelle Mautstationen mit Schranken durch das Free-Flow-System (péage en flux libre) zu ersetzen. Statt an einer Barriere zu stoppen, fahren Fahrzeuge unter Mautbrücken hindurch, die mit Kameras und Sensoren ausgestattet sind. Diese erfassen automatisch das Kennzeichen und den Fahrzeugtyp.
Free-Flow-Prinzip
Das Grundprinzip ist einfach: Es gibt keine Schranken mehr, kein Anhalten, kein Warten in Warteschlangen. Die Maut wird nachträglich erhoben — entweder automatisch über eine Mautbox oder nach dem Prinzip der Kennzeichen-Erfassung. Der ADAC berichtet, dass durch die Umstellung der A14 und A13 jährlich bis zu 1,7 Millionen Stunden Wartezeit eingespart werden sollen.
Laut ADAC spart die Free-Flow-Umstellung jährlich 9,5 Millionen Liter Sprit und reduziert die CO₂-Emissionen um 30.000 Tonnen.
Ohne Schranken fahren
Für Autofahrer bedeutet das: freie Fahrt ohne Stopp. Allerdings muss die Maut innerhalb von 72 Stunden nach der Durchfahrt bezahlt werden. Diese Frist wird von vielen Autofahrern unterschätzt — ein Fehler, der teuer werden kann. Wer die Frist verpasst, zahlt zunächst 10 Euro Bußgeld, nach 16 Tagen bereits 90 Euro und nach zwei Monaten bis zu 375 Euro.
Die Abschaffung der Mautstellen senkt zudem die Unfallgefahr, da es nicht mehr notwendig ist, zum Bezahlen anzuhalten.
Portal-Zugriff nach Fahrt
Nach der Durchfahrt erhält der Fahrzeughalter entweder automatisch eine Rechnung — wenn er eine Mautbox nutzt oder sich vorab registriert hat — oder er muss aktiv auf das Portal des Betreibers gehen. Die Portale sind über die gängigen Suchmaschinen oder direkt über die Beschilderung an der Autobahn zu finden. Es ist auch möglich, die Maut bis zu sieben Tage im Voraus zu begleichen, wenn man die geplante Strecke bereits kennt.
Wie bezahlt man am besten die Maut in Frankreich?
Die Wahl der Zahlungsmethode hängt von der Häufigkeit der Nutzung und dem persönlichen Komfort ab. Für Gelegenheitsfahrer reicht die Online-Nachzahlung mit Kennzeichen, während Vielfahrer von einer Mautbox profitieren.
Elektronische Boxen wie Bip&Go
Bip&Go ist einer der bekanntesten Anbieter für elektronische Mautboxen in Frankreich. Die Box wird im Fahrzeug montiert und ermöglicht die automatische Abbuchung bei jeder Durchfahrt — ohne dass der Fahrer aktiv werden muss. Das System funktioniert europaweit auf allen Telematik-Mautstrecken, nicht nur in Frankreich.
ADAC Mautbox
Auch der ADAC bietet eine eigene Mautbox an, die sowohl in Deutschland als auch in anderen europäischen Ländern funktioniert. Für ADAC-Mitglieder ist die Box besonders praktisch, da sie über den Clubservice verwaltet werden kann. Die monatlichen Kosten sind gering und amortisieren sich schnell, wenn man mehrfach durch Frankreich fährt.
Online ohne Box
Für eine einzelne Fahrt lohnt sich die Box nicht unbedingt. Die Online-Nachzahlung über das Kennzeichen funktioniert schnell und unkompliziert — vorausgesetzt, man hat die 72-Stunden-Frist im Blick. Der ADAC empfiehlt, nach der Durchfahrt sofort die Betreiber-Website aufzurufen, um die Zahlung nicht zu vergessen.
Der ADAC warnt vor gefälschten Mautforderungen, die per E-Mail oder SMS verschickt werden. Offizielle Rechnungen kommen ausschließlich über die Betreiber-Portale oder per Post — niemals über unaufgeforderte Nachrichten mit Zahlungsaufforderungen. Die Online-Bezahlung mit Kennzeichen ist der Standardweg für Autofahrer ohne Mautbox, und hier ist eine Anleitung, wie Sie die Maut in Frankreich online bezahlen können: Quelle civicpost.co.uk summary
Kann ich die Maut in Frankreich online mit meinem Kennzeichen bezahlen?
Ja, die Online-Bezahlung mit Kennzeichen ist der Standardweg für Autofahrer ohne Mautbox. Jeder Free-Flow-Betreiber bietet ein eigenes Portal, über das nach Eingabe des Kennzeichens die fällige Maut berechnet und bezahlt werden kann.
Schritte zur Bezahlung
- Betreiber der befahrenen Strecke identifizieren (ALIAE für A79, SANEF für A13/A14)
- Portal des Betreibers aufrufen (z. B. paiement.aliae.com)
- Kennzeichen eingeben, Fahrzeugkategorie wählen
- Fällige Maut wird automatisch berechnet
- Zahlung per Kreditkarte abschließen
- Bestätigung speichern oder ausdrucken
Benötigte Daten
Für die Online-Zahlung braucht man lediglich das Fahrzeugkennzeichen, Angaben zur Fahrzeugkategorie (Pkw, Motorrad, Transporter) und eine gültige Kreditkarte oder ein PayPal-Konto. Eine Registrierung ist für die Einmalzahlung nicht erforderlich — wer häufig fährt, kann aber ein Konto anlegen, um den Vorgang beim nächsten Mal zu beschleunigen.
Häufige Probleme
Ein häufiger Fehler ist die Verwechslung des Betreibers. Wer zum Beispiel die A79 befahren hat, muss über das ALIAE-Portal zahlen — nicht über SANEF. Ebenso wichtig: Bei der Eingabe des Kennzeichens muss das richtige Format verwendet werden, also mit dem Ländercode (z. B. D-AB 1234 für deutsche Fahrzeuge). Ein Tippfehler kann dazu führen, dass die Zahlung nicht zugeordnet wird.
Das Free-Flow-System ermöglicht es, dass Gespanne aus Wohnwagen und Zugfahrzeug als ein Fahrzeug abgerechnet werden — ein Detail, das besonders für Urlauber relevant ist.
Wie funktioniert die E-Maut in Frankreich mit Flux libre?
Flux libre ist die französische Bezeichnung für das Free-Flow-Mautsystem, das seit einigen Jahren schrittweise auf den französischen Autobahnen eingeführt wird. Das System verzichtet vollständig auf Schranken und Abrechnungsstellen zum Anhalten.
Registrierung optional
Eine Registrierung vorab ist nicht zwingend erforderlich — das macht das System einerseits flexibel, setzt andererseits aber voraus, dass der Fahrer die Nachzahlungsfrist kennt und einhält. Wer eine Mautbox nutzt oder sich vorab registriert, muss sich um nichts mehr kümmern: Die Abbuchung erfolgt automatisch.
Nachzahlung online
Für nicht registrierte Fahrzeuge erfolgt die Nachzahlung ausschließlich über die Online-Portale der Betreiber. Alternativ gibt es an ausgewählten Standorten — etwa an der A79 und an der Mautstelle Boulay — Automaten, an denen die Strecke bar oder mit Karte bezahlt werden kann. Allerdings werden EC-Karten nicht immer akzeptiert, wie CEC-ZEV berichtet.
Spezifische Strecken A79/A35
Die A79 war der erste Testabschnitt für Free-Flow in Frankreich — eine rund 30 Kilometer lange Strecke im Département Allier in Zentralfrankreich. Seitdem wurde das System auf weitere Strecken ausgeweitet, darunter die A69 Castres-Toulouse (53 km) seit 2025. Bis 2029 sollen auch die A41 Nord, A410, A43, A48 und A49 schrittweise umgestellt werden.
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Häufig gestellte Fragen
Was passiert, wenn ich die Maut nicht in 72 Stunden zahle?
Bei Nichtbezahlung innerhalb von 72 Stunden bis 15 Tagen beträgt das Bußgeld 10 Euro. Nach 16 Tagen bis zwei Monaten steigt die Strafe auf 90 Euro. Wer nach zwei Monaten immer noch nicht gezahlt hat, muss mit 375 Euro rechnen.
Brauche ich eine Mautbox für alle Autobahnen?
Nein, eine Mautbox ist optional. Für Gelegenheitsfahrer reicht die Online-Nachzahlung über das Kennzeichen auf den Betreiber-Portalen. Die Box bietet lediglich den Komfort der automatischen Abbuchung.
Wie finde ich meinen Mautbetreiber?
Die Betreiber sind an den befahrenen Streckenabschnitten festgelegt: ALIAE für die A79, SANEF für A13, A14 und weitere Strecken. Die entsprechenden Websites sind über die Beschilderung an der Autobahn oder über Suchmaschinen zu finden.
Ist die Maut in Frankreich per App bezahlbar?
Offizielle Apps der Betreiber sind derzeit noch nicht flächendeckend verfügbar. Die Zahlung erfolgt über die Desktop-Portale der Betreiber. Einige Drittanbieter bieten Apps an, die aber nicht von den offiziellen Betreibern stammen.
Gibt es Vignetten zusätzlich zur Maut?
In Frankreich gibt es keine Straßen- oder Autobahnvignette. Die Maut wird ausschließlich nach gefahrener Strecke an den jeweiligen Mautstellen oder über das Free-Flow-System erhoben.
Wie hoch sind die Free-Flow-Gebühren?
Die Gebühren entsprechen den herkömmlichen Mauttarifen und variieren je nach Strecke, Fahrzeugkategorie und Tageszeit. Eine pauschale Angabe ist nicht möglich — die genauen Kosten werden bei der Online-Zahlung oder an den Automaten berechnet.
Kann ich Maut rückwirkend bezahlen?
Ja, die rückwirkende Zahlung ist möglich — allerdings nur innerhalb der Fristen. Nach 72 Stunden fallen zunächst 10 Euro Bußgeld an, nach 16 Tagen 90 Euro und nach zwei Monaten bis zu 375 Euro. Eine unbegrenzte rückwirkende Zahlung ist nicht möglich.
Für Autofahrer, die regelmäßig durch Frankreich fahren, ist die Sache klar: Eine Mautbox wie Bip&Go oder die ADAC-Option macht das Leben leichter und eliminiert das Risiko, die 72-Stunden-Frist zu verpassen. Wer nur gelegentlich unterwegs ist, sollte die Frist fest einplanen und die Zahlung unmittelbar nach der Fahrt erledigen — denn die Strafen bei Nichtbezahlung steigen schnell an und können die eigentlich günstige Fahrt erheblich verteuern.



